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Presseaussendungen

Anfragebeantwortung bestätigt Serviceabbau durch ÖBB!

SP-Verkehrsminister und ÖBB geben weltfremde Ratschläge für Ticketkauf

„Die ÖBB fahren auf dem noch verbliebenen Bahnnetz im Bezirk also den Service auf Kosten älterer und behinderter Menschen herunter und machen es damit noch unattraktiver, das haben wir jetzt Schwarz auf Weiß. Dem zuständigen SPÖ-Verkehrsminister und den ÖBB ist dafür kein Argument zu blöd“, analysiert FPÖ-Bezirksparteiobmann NAbg. Christian Hafenecker, MA die Beantwortung seiner Anfrage durch SPÖ-Verkehrsminister Jörg Leichtfried.

So führt Leichtfried aus, dass die ÖBB auf den Ausbau digitaler Vertriebskanäle „in Form der ÖBB App- und Web-Lösung“ setzen würden und ein Ticketautomat erst ab einem Jahresumsatz von 50 000 Euro wirtschaftlich betrieben werden könne, was in Lilienfeld und Traisen nicht der Fall sei. „Bei einem solchen Mindestumsatz pro Jahr muss man sich schon fragen, ob die ÖBB glauben,  dass diese Automaten aus Gold und mit Diamanten bestückt sind. Offenbar will man schon von vorneherein nicht, dass sie auch nur irgendwie wirtschaftlich sein könnten“, so Hafenecker dazu.

Dem Fass den Boden ausschlagen würde aber, so der freiheitliche Abgeordnete, Leichtfrieds Beantwortung seiner Frage, wie er gedenkt älteren bzw. behinderten Personen, die über kein Internet verfügen, den Ticketkauf zu erleichtern: Diese könnten laut Verkehrsminister ihre Tickets bei Zugbegleitern, ÖBB-Reisecentern oder den stationären Automaten im Zug erwerben. Letztere seien mit einem Telefonkontakt in Brailleschrift zum ÖBB-Kundenservice ausgestattet.

„Viele Züge in unserem Bezirk fahren schaffnerlos und ÖBB-Reisecenter ist mir auch keines bekannt, für eine Fahrkarte von Lilienfeld nach Marktl müsste man, wenns nach dem Herrn Minister und den ÖBB geht, also vorher nach St. Pölten fahren. Geradezu verhöhnend ist dazu auch noch der Hinweis auf den Telefonkontakt in Brailleschrift am Automaten im Zug, da kann man nur noch den Kopf schütteln. Weltfremder geht’s nicht mehr!“, schließt NAbg. Christian Hafenecker, MA.

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