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Presseaussendungen

Geht Datendiebstahl weit über SIM-Karten hinaus?

Anfrage an mehrere Minister soll Ausmaß des möglichen Datendiebstahls durch ausländische Geheimdienste klären

Nachdem FPÖ-Nationalrat Christian Hafenecker, MA bereits Anfragen an mehrere Minister wegen eines möglichen Diebstahls von Handy-Daten durch ausländische Geheimdienste gestellt hat, soll eine weitere Anfragenserie Aufklärung über mögliche Zugriffe auf weitere sensible Informationsträger bringen. Gerade angesichts der aktuellen NSA-Spionageaffäre muss jedem Verdachtsmoment restlos nachgegangen werden.

"Die SIM-Karten-Daten wurden angeblich millionenfach durch US-amerikanische und britische Geheimdienste direkt von den Herstellern gestohlen, wie im Februar bekannt wurde. Besonders betroffen davon ist der weltweit größte Produzent, die niederländische Firma Gemalto. Diese erzeugt auch Chips für Bankomat-und Kreditkarten, Dienstausweise, Reisepässe und Schließsysteme. Die Staatsdruckerei hat beispielsweise dementsprechende Aufträge in den 2000er Jahren an diese Firma vergeben, es muss daher restlos aufgeklärt werden, wo noch Gemalto-Produkte in Verwendung sind", führt Hafenecker aus.

Konkret richten sich die Anfragen des Abgeordneten an Gesundheitsministerin Oberhauser, Verteidigungsminister Klug und Finanzminister Schelling.

"Es muss unbedingt eruiert werden, ob neben Dienstdokumenten auch österreichische Kredit- und Bankomatkarten, E-Cards oder Einrichtungen des Bundesheeres von diesem Datendiebstahl durch ausländische Geheimdienste betroffen sein könnten. Da es sich hier um höchst private bis hin zu sicherheitspolitischen Daten handelt, ist vollständige Aufklärung das Gebot der Stunde", so Hafenecker.

 

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